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Schneider Harfe Österreich

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Eta (Margarete) Harich-Schneider (geb. Schneider; 16. November 1894 – 10. Januar 1986) war eine deutsche Cembalistin, Musikwissenschaftlerin, Japanologin und Schriftstellerin.

Harich-Schneider wurde in Oranienburg geboren und gab ihr Geburtsjahr später als 1897 an, während ihr Grabstein in Wien-Hietzing “1894” lautet.

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Schneider Harfe Österreich, Harich-Schneider absolvierte 1915 das Gymnasium und heiratete im selben Jahr (1888 – 1931) den Schriftsteller Walther Harich [de], verließ ihn jedoch 1922 (Scheidung). Harich-Schneider zog ihre Töchter Lili und Susanne alleine auf. Eva Rechel-Mertens (die Proust-Übersetzerin) und Klabund gehörten seit den frühen 1920er Jahren zu ihren Freunden. Sie studierte Klavier in Berlin bei Conrad Ansorge. Als etablierte Pianistin nahm sie Unterricht bei Wilhelm Klatte (1870-1930). 1924 debütierte sie bei der Uraufführung von Paul Hindemiths Suite 1922 an der Sing-Akademie zu Berlin. Erst 1927 zog sie endgültig von Frankfurt (Oder) nach Berlin. Ab etwa 1929 studierte sie Cembalo bei Günther Ramin in Leipzig und dann bis 1935 bei Wanda Landowska in Paris (Sommerkurse). 1930 trat sie erstmals öffentlich als Cembalistin in Berlin auf.

1930 gründete sie eine 14-tägige Konzertreihe des Kollegiums für Alte Musik und begann, Quellen in der Staatsbibliothek Zu Berlin zu studieren, was zu ihrem späteren Buch Die Kunst des Cembalo-Spiels führte. Von 1932 bis 1940 war sie Professorin und Leiterin der Cembaloklasse an der Hochschule für Musik in Berlin, wo sie auch Stilistik und Kammermusik unterrichtete.

1940 wurde sie dort (als katholische Antifaschistin) im Zusammenhang mit politisch motivierten Konflikten entlassen. 1941 nutzte Harich-Schneider die Einladung, nach Tokio zu reisen, um der nationalsozialistischen Macht zu entkommen. Dort gab sie Konzerte und unterrichtete. Einige Zeit später begann sie, die japanische Sprache, das Schreiben und die Musik zu lernen. Sie hatte eine Liebesbeziehung mit dem “Meisterspion” Richard Sorge, dessen Aktivitäten sie kannte.

Nach dem Krieg unterrichtete sie in Tokio sowohl am US Army College als auch in der Hofmusikabteilung des Imperial House of Japan (1947 bis 1949). Sie veröffentlichte zwei Standardwerke zur japanischen Musik. 1949 ging sie nach New York, wo sie Japanstudien an der Columbia University und Soziologie an der New School for Social Research besuchte. Sie erhielt eine Auszeichnung für ihre Masterarbeit Die Beziehungen ausländischer und einheimischer Elemente in der Entwicklung der japanischen Musik – eine Fallstudie. 1955 – in diesem Jahr wurde sie Guggenheim-Stipendiatin – unterrichtete sie bis 1972 Cembalo an der Hochschule für Musik in Wien. 1968 erhielt sie außerdem das Österreichische Verdienstkreuz für Wissenschaft und Kunst. In Japan erhielt sie 1977 den hohen kaiserlichen japanischen Hausorden der kostbaren Krone.

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Seit 1941 übersetzt Eta Harich-Schneider auch literarische Werke aus mehreren Sprachen ins Deutsche, insbesondere ins Englische (Shakespeares Sonette).

Zu ihren Cembalo- und Clavichord-Schülern gehörten Carla Henius, René Clemencic und Christiane Jaccottet.

In ihrer Autobiografie Ansprüche und Katastrophen berichtet sie über ihre Bemühungen, dem zunehmenden Einfluss nationalsozialistischer Funktionäre und Musiker auf die Berliner Hochschule für Musik mit konstitutionellen Mitteln bis 1941 zu widerstehen. Darüber hinaus gibt das Buch eine differenzierte Darstellung der Situation in der Kreis der Deutschen in Japan von 1941 bis nach 1945, ohne menschliches Versagen, Intrigen und taktische Anhänger. Es berichtet auch über die Situation der japanischen Bevölkerung während des Krieges (Luftangriffe).

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Aber auch an der Universität in Berlin war sie in den 1930er Jahren nur teilweise erfolgreich – am Ende wurde sie als antifaschistisch orientierte Katholikin von Intrigen verdrängt, die sie in ihrer Autobiografie ausführlich beschreibt. Nach dem Krieg war sie eine der führenden Autoritäten für japanische Musik mit engen Kontakten zum japanischen Kaiserhaus.

Harich-Schneider starb 1986 im Alter von 88 Jahren in Wien.

Ihre Tochter Lili Harich (24. Mai 1916 – 1960) war Sopranistin und ihre jüngere Tochter Susanne Kerckhoff (5. Februar 1918 – 1950) Schriftstellerin

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